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Jeff Talmadge
At least that much was true
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At least that much was true ist ein recht bescheidener Titel, der der CD sowohl in ihrem Understatement wie ihrer Qualität gut zu Gesicht steht.
Jeff Talmadge protzt mit nichts. Er erzählt einfach Geschichten – meistens eher traurige, oder zumindest tragische. Der Sänger ist dabei zumeist der, der die Arschkarte zieht. Auch das ist tragisch, aber so nimmt er’s nicht. Talmadge ist eine weitere Inkarnation des ewigen John Wayne. Er kämpft, lakonisch, knarzig, ohne sich zu verbiegen für das Recht, die Wahrheit oder das gerade Rückrad, aber nie für sich. Daher reitet er am Ende als Verlierer, aber ungeschlagen in den Sonnenuntergang.
Auch wenn die Texte manchmal motorisiert sind, passt da die Countrygitarre am besten zu. Schluchzen darf sie. Schmalz aber ist tabu. Melancholie ist Trumpf. Etwas Hillbilly darf sein – auch eher aus dem Rock entlehnte Gitarrensoli.
So entsteht eine Scheibe, die nichts grundsätzlich Neues bringt, nichts revolutioniert und wahrscheinlich auch keine fetten Schlagzeilen produzieren wird, die aber den Konsens zwischen Rock-, Country- und Songwriter-Fans herstellen kann und somit eigentlich ein recht ausgedehnte Zielgruppen ansprechen könnte, wenn die denn etwas von ihr erfährt. Möge diese Review ihren Teil dazu beitragen.
Norbert von Fransecky
Trackliste |
1 | Never saw it go | 3:23 |
2 | Let her go | 3:52 |
3 | Wrong Train | 3:39 |
4 | Austin when it rains | 4:35 |
5 | Girl of the north Country | 3:52 |
6 | Because of you | 3:20 |
7 | Train from Amsterdam | 3:29 |
8 | White Cross | 3:58 |
9 | So the Blues would stay | 4:13 |
10 | Scrapbook | 3:54 |
11 | Chet Baker Street (Bonus Track) | 4:29 |
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Besetzung |
Jeff Talmadge (Git, Voc) Bradley Kopp (Git, B, Perc, Back Voc) Rand McCollough (Back Voc) Tim Thompson (Git) Lloyd Maines (Dobor, Steel Git) Richard Bowden (Fiddle) Rick Brock (Mundharmonika) Chip Dolan (Akkordeon) Davei Webb (Keys) Leon Medica (B) John Gardner (Dr, Perc)
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