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Reviews

Yes

Topographic Drama - Live Across America [2CD]


Info

Musikrichtung: Progressive

VÖ: 24.11.2017

(Rhino)

Gesamtspielzeit: 137:44

Internet:

http://www.yesworld.com

Yes meldet sich zwei Jahre nach dem Tod von Bandgründer und Bassist Chris Squire mit einem neuen Album zurück. Topographic Drama - Live Across America ist - wie der Titel schon sagt - ein Livealbum, welches zwei immer wieder diskutierte Alben der Bandgeschichte in den Mittelpunkt stellt. Zum einen wird Drama (1980) in seiner vollen Länge live dargestellt, zum anderen ist die Doppel-LP Tales from Topographic Oceans (1973) im Vordergrund. Dazu gibt es noch einige Klassiker der Bandgeschichte wie "And You And I" oder "Starship Trooper".

Manch einer mag gedacht haben, mit dem Tod von Chris Squire würde sich das Thema Yes endgültig erledigt haben, vor allem, da auch Ex-Sänger Jon Anderson weiterhin nicht mit an Bord ist. Sein Ersatz Jon Davison konnte sich allerdings in den letzten 5 Jahren fest bei Yes etablieren, dass es für die verbliebenen Mitglieder keinen Grund gab aufzuhören. Und so war man mit der aktuellen Besetzung (Jon Davison: Gesang, Geoff Downes: Keyboards, Steve Howe: Gitarren & Backing Vocals, Billy Sherwood: Bass & Backing Vocals, Alan White: Drums und Jay Schellen: Drums) in Amerika unterwegs und hat aus den Shows im Frühjahr 2017 die besten Takes ausgewählt, um diese Doppel-CD zusammenzustellen. Dies wurde so harmonisch gemacht, dass man das Gefühl hat, eine komplette Show zu hören. Und die hat es wirklich in sich. Alle Musiker sind hochmotiviert bei der Sache und lassen die Musik von Yes in strahlendem Glanz erstrahlen. Es scheint, dass es fast egal ist, wer die Musik spielt, wenn sie nur in dieser Perfektion dargeboten wird. Sicherlich, Jon Davison ist nicht Jon Anderson, auch wenn ihre Stimmen sehr ähnlich klingen. Man hört die Unterschiede immer wieder. Das ist aber auch nicht schlimm, denn Jon Davison singt fast wie der Hüter eines Schatzes. Geoff Downes ist natürlich für Drama ideal, hat er das Album doch mit eingespielt. Bei den anderen Titeln vermisse ich doch Rick Wakeman ein wenig. Hier spielt mir Downes mit etwas zu modern klingenden Sounds. Am meisten fällt jedoch auf, wie der Basssound von Chris Squires Rickenbacker-Bass das Gesamtgefüge geprägt hat. Billy Sherwood spielt anderes Equipment und auch seine Spieltechnik ist verschieden. Manchmal fehlt mir in der Basis eben der mit Plektrum gespielte Rickenbacker-Sound. Dies sind aber nur kleine Mankos.

Ich hätte nicht gedacht, dass Yes kurz vor ihrem 50-jährigen Jubiläum noch so agil wirken, wie es Topographic Drama - Live Across America deutlich macht. In dieser Form darf man sich auch auf zukünftige Alben der runderneuerten Band freuen. Empfehlung!



Ingo Andruschkewitsch

Trackliste

CD 01:
01. Machine Messiah [11:17]
02. White Car [1:25]
03. Does It Really Happen? [7:21]
04. Into The Lens [9:02]
05. Run Through The Light [5:08]
06. Tempus Fugit [5:59]
07. And You And I (I. Cord Of Life, II. Eclipse, III. The Preacher The Teacher, IV. Apocalypse) [11:14]
08. Heart Of The Sunrise [12:18]

CD 02:
01. The Revealing Science of God [21:57]
02. Leaves of Green [6:04]
03. Ritual (Nous sommes du soleil) [24:39]
04. Roundabout [8:35]
05. Starship Trooper (A. Life Seeker; B. Disillusion; C. Würm) [11:45]

Besetzung

Jon Davison: vocals
Geoff Downes: keyboards
Steve Howe: guitars, backing vocals
Billy Sherwood: bass, backing vocals
Alan White: drums
Jay Schellen: drums

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger