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Reviews

Status Quo

The last Night of the Electrics


Info

Musikrichtung: Hard Rock / Pub Rock

VÖ: 14.07.2017

(Ear / Edel)

Gesamtspielzeit: 94:44

Internet:

http://www.statusquo.co.uk

Wenn The last Night of the Electrics tatsächlich so in die Läden kommt, wie mir das Doppel-Live-Album vorliegt, dann ist das ein Trauerspiel.

Das liegt nicht daran, dass man sich fragt, warum eine Legende wie Status Quo es für nötig hält, ein Abschiedsalbum mit Fillern wie „Burning Bridges“, „Creepin' up on you“ oder „The Beginning of the End“ zu bestücken, obwohl ihr genug Spitzenmaterial zur Verfügung steht, um ein 3- oder 4-fach Album zu füllen.

Es ist auch nicht der etwas dumpfe Sound – Den kann man bei einem Live-Album ja sogar für einen Aspekt von Authentizität halten. – oder die gelegentlich etwas müde Stimme. Die ist in dem fortgeschrittene Alter des legendären Sängers bei einer Live-Aufnahme mehr als akzeptabel.

Was aber auf keine Kuhhaut geht, sind die mehr als dilettantischen Schnitte, mit denen The last Night of the Electrics zusammengestoppelt wurde. Das sind nicht nur harte Blenden, sondern einfache brutale Abbrüche, als habe jemand bei einer Aufnahme einfach die Stopptaste gedrückt. So hört sich das Album an, als wäre es noch nicht fertig gemischt. Mir liegt zwar nur eine Promo-CD vor, aber ohne jeden Hinweis, dass es sich dabei noch um einen Rough-Mix handelt. Die Live-CD kommt also wohl tatsächlich so auf den Markt, wie ich sie gehört habe.

Was bleibt ist ein stilistischer Gemischtwarenladen, der die ganze Geschichte der Boogie-Könige abbildet, vom frühem Pub Rock („Paper Plane“, „Gerdundula“) über den glanzvollen Hard Rock („Caroline“, „Roll over lay down“) bis hin zu den fragwürdigen Pop-Jahren („In the Army now“, „Something about you Baby I like“).

Außer ganz harten Quo-Fans wird das wohl niemanden so richtig zufrieden machen. Ein paar nette Wiederbegegnungen mit alten Lieben gibt es aber doch. Und wenn man dann z.B. in der Phase von „Roll over lay down“ bis „Rocking all over the World“ steckt, sind die Mundwinkel plötzlich ganz weit oben und die Fäuste gehen in die Luft – oder an den Plattenschrank, um z.B. die alte Live (am besten noch in Vinyl) wieder einmal ans Licht zu befördern.



Norbert von Fransecky

Trackliste

CD 1
1 Caroline (5:29)
2 The Wanderer (2:48)
3 Something about you Baby I like (2:20)
4 Rain (4:40)
5 Softer Ride (4:06)
6 The Beginning of the End (4:01)
7 Hold you back (4:49)
8 Proposin' Medley (7:30)
9 Paper Plane (3:35)
10 The Oriental (5:18)
11 Creepin' up on you (5:00)

CD 2
1 Gerdundula (5:04)
2 In the Army now (4:11)
3 The Caveman (3:14)
4 Roll over lay down (6:03)
5 Down down (7:22)
6 Whatever you want (5:07)
7 Rocking all over the World (4:07)
8 Burning Bridges (3:57)
9 Rock and Roll Music / Bye bye Johnny (6:31)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger