Puerto Hurraco Sisters

Goin' Out


Info
Musikrichtung: Jazz, Reggae, Ska

VÖ: 30.06.2017

(Rookie Records / Indigo / finetunes)

Gesamtspielzeit: 31:07

Internet:

http://www.puertohurracosisters.de


Wenn in einer Bandbesetzung als Gitarrist Frank Rahm steht, erwartet man wohl am ehesten Musik, wie sie seine Stammbands Walter Elf, Spermbirds oder Kick Joneses gespielt haben. Punkrock und Funpunk. Doch die Puerto Hurraco Sisters sind ein Zusammenschluss von eben Frank Rahm mit einem Teil der Ska-, Punk- und Soul-Band Frau Doktor aus Wiesbaden plus einem Posaunisten. Und dem Ska mit vielen Jazz- / Lounge-Einflüssen hat sich die Band dann auch auf ihrem Erstling Goin' Out verschrieben.

Die Puerto Hurraco Sisters sind also beileibe keine Anfänger im Musikgeschäft und das hört man auch von der ersten Sekunde der Scheibe. Ein cooler Groove jagt den nächsten und speziell die Bläsersätze und -soli können sich hören lassen. Hier sind Könner am Werk. Was etwas schade ist, dass die enorme Spielfreude durch die etwas glatte Produktion nicht so richtig rüberkommt. Dadurch klingt die Musik manchmal etwas kühl, was nicht an den Kompositionen liegt. Auch die Coverversion von Stevie Wonders "My Cherie Amour" weiß zu gefallen. Dennoch will der Funke eben nicht so rüberspringen, wie es der Band mit Sicherheit im Live-Einsatz gelingen dürfte. Das ist Musik, die auf die Bühnen gehört und dort das Publikum zum Beben bringen wird.

Goin' Out ist ein guter Erstling der allerdings etwas darunter leidet, dass die Produktion zu glatt ausgefallen ist. Die Puerto Hurraco Sisters dürften live eine Bank sein. Also, auf zu den Konzerten der Band!



Ingo Andruschkewitsch



Trackliste
1Sweet Honey Bee3:35
2 Goodbye Louisville Lip3:16
3 Crème Fraiche4:11
4 El Lucio3:26
5 Lupin the Third2:41
6 Midnight Voyage5:48
7 When the Morning Comes4:34
8 My Cherie Amour3:36
Besetzung

Matthias Kraft: Piano
Frank Rahm: Gitarre
Hartmut Göbel: Bass, Gesang
Oliver Vogt: Saxophon
Sebastian Riegel: Schlagzeug
Thies Möller: Trompete
Flo Starck: Posaune

Gäste:
Andreas Both: Percussion


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