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MICHAEL JACKSON - Die Anfänge des King of Pop

Der plötzliche Tod des "King of Pop" und die anhaltenden Gerüchte um die Umstände seines Todes werden dafür sorgen, dass Michael Jackson so schnell nicht wieder aus den Schlagzeilen, und sei es auch nur der Boulevardblätter, verschwinden wird. Auch ist abzusehen, dass eine Unmenge an Neuauflagen alter Alben, Best of- und anderer Compilations und so vieles mehr auf den Markt geworfen werden, sei es, um das Werk dieses Ausnahmekünstlers mindestens postum entsprechend zu würdigen oder auch nur, um noch schnell ein wenig Geld mit ihm zu verdienen.

Dementsprechend sorgfältig wird über Sinn und Qualität der einzelnen Publikationen zu urteilen sein. Die Mitte August erscheinende Sammlung von Songs der noch ganz frühen Motown-Ära des jungen Michael Jackson, teilweise im Verbund mit seinen Brüdern als den Jackson 5 unter dem Titel The stripped Mixes hätte vermutlich auch schon zu Lebzeiten des Künstlers Sinn gemacht, quasi als Dokumentation nicht nur seiner musikalischen Anfänge, sondern auch als Dokumentation einer ganzen Epoche schwarzer Musik.

"Motown" - auch wenn eigentlich der Name eines Plattenlabels, so wird man doch zugleich von einer Musikepoche, dem Motownsound, sprechen müssen, den Berry Gordy Jr. 1959 mit seiner Plattenfirma prägen sollte. Dieses Label machte ihn nicht nur zum reichsten schwarzen Unternehmer der USA im Zeitalter der Rassentrennung, es veränderte auch die Popmusik grundlegend. Hatte mit Elvis Presley ein "schwarz" klingender Weißer die Charts gestürmt, so nun dank Motown eben auch schwarze Künstler selbst: Neben den Jackson 5 gehörten Stevie Wonder Diana Ross & The Supremes, Marvin Gaye, Smokey Robinson und die Temptations dazu.
Auf dem Höhepunkt erfolgte der Umzug des Labels von Detroit nach Los Angeles, und damit auch der Niedergang des allerdings immer noch existenten Labels.

Schon die Reihe der Weltstars, die aus diesem Label hervorgingen - hier ungeachtete der Umstände, unter denen dort aus ihnen Starts gemacht wurden! - legt die Bezeichnung als eigener Sound nahe. Die Sammlung The stripped Mixes (VÖ 14.08.2009) betont durch die Reduktion der Instrumentalisierung hier das wesentliche Element und Markenzeichen des Motownsounds: die Stimmen der Künstler! Inhaltlich handelt es sich um die bekanntesten Hits aus Michael Jacksons "Kindertagen", dazu gehört auch, dass etwa die die Hälfte der Tracks von den Jackson 5 als Gesamt stammen. Auf dem Album finden sich die Songs

- "I´ll be there" (1970)
- "Ben" (1972)
- "Who´s loving you" (1969)
- "Ain´t no Sunshine" (1972)
- "I want you back" (1969)
- "ABC" (1970)
- "We´ve got a good Thing going" (1972)
- "With a Child´s Heart" (1973)
- "Darling Dear" (1971)
- "Got to be there" (1971)
- "Never can say goodbye" (1971)

Selbstverständlich gibt es von den meisten Songs Versionen, die wir inzwischen als "klassische Interpretation" bezeichnen würden. Nichts desto trotz haben diese reduzierten Stripped Mixes nicht nur ihren ganz eigenen Charme, auch ohne den Namen Michael Jackson hätte man hier ein wunderbares Stück Musik vor sich, dass man neben dem eigentlich Fan vor allem den Liebhabern schwarzer Musik sehr ans Herz legen sollte.

Andreas Matena


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