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Black Sabbath goes "Deluxe"

Bereits am 09. April dieses Jahres ist die Geschichte von einer der bedeutendsten und einflußreichsten Bands des letzten Jahrhunderts in eine neue Phase eingetreten... Die Rede ist von Black Sabbath, von Toni Iommi, Geezer Butler, Bill Ward, Ozzy Osbourne - bzw. "Ossie", wie er im Booklet des 1970er Albums Black Sabbath geschrieben wird.

Das namengebenden Debüt aus dem Jahre 1970 war für die Musikwelt ein Paukenschlag, oder vielleicht auch der Klang der ersten Posaune zum Jüngsten Tag. Unvergesslich und unvergessen hypnotischten und doomig ist ihr Sound geblieben, und so ist es kein Wunder, dass die das Quartett aus Birmingham mit der Zeit den Geist und vor allem die Seelen von Millionen Rock- und Metalfans in aller Welt, bis heute gewinnen konnte - lange bevor unseligen MTV-"Doku"-Soaps. Über die Genreeinordnung Musik habe noch ich mit eigenen Freunden in den frühen 90ern gestritten; auch die Langlebigkeit und ständige Aktualität von Stücken wie "Iron Man", "War Pigs", "Black Sabbath" und "Paranoid" dürfte dazu beigetragen haben, dass Black Sabbath es in den „VH1´s 100 Greatest Artists of Hard Rock“-Charts direkt hinter Led Zeppelin auf den zweiten Rang geschafft haben.

Universal Music hat sich nun zum Ziel gesetzt, das musikalische Schaffen der schwarzen Götter umfassend zu dokumentieren. Den Anfang dieser "Deluxe"-Reihe (in der auch eine Band wie Def Leppard auftauchen wird) machte am 09. April das legendäre Album "Paranoid". Neu remastert und mit einer Zusatz-CD versehen, die bisher ungehörte Outtakes, Demos und Instrumentalstücken aus den originalen Studio-Sessions enthält, setzt diese erste Veröffentlichung die Maßstäbe für die folgenden. Dazu gehört auch eine dritte CD, die einen sehr raren Quadrophonic-Mix aus dem Jahre 1974 enthält und im Booklet ebenfalls seltene und bisher ungesehene Fotos zeigt.
Über den Wert dieser Zusätze läßt sich streiten (s. die review zum Album in dieser Zeitschrift), auch wenn sie einen solchen mit Sicherheit haben - nicht nur für die hard-Fans! Alternative Text- und Instrumentalversionen etwa zeigen, wie stark die Band von Anfang an durch die Stimme von Ozzy geprägt wurde - und dürfte unter Fans die ewige Diskussion weider aufleben lassen, ob Black Sabbath auch mit Ronny James Dio noch Black Sabbath war, oder eine Band wie Heaven & Hell auch in diese Geschichte hineingehört...

Als Musikfan darf man sich aus diesen Diskussion getrost heraushalten. Man muß die Black Sabbath-Alben auch nicht auf Vinyl zusammenkaufen um sie rückwärts abgespielt auf satanische und Suizid-Nachrichten durchforsten. Als Musikfan kann man sich inzwischen neben der Deluxe-CD von Paranoid aus dieser Reihe auch die Alben Black Sabbath von 1970 und Master of Reality von 1971 zulegen, und damit Hymnen wie "Black Sabbath", "The Wizard", "Evil Woman" (alle von Black Sabbath) sowie "After forever" und "Children of the Grave" (Master of Reality). Dazu kommen auf das geneigte Ohr wieder jeweils eine Bonus-CD zu, die mit zahlreichen Outtakes - instrumentale Versionen, alternative lyrics, alternativen Instrumentierungen oder der Single-B-Seite "Wicked World" - aufwarten können.

Wem das alles zuviel und zu speziell sein sollte, dem bleibt eine erneute Greatest Hits von Black Sabbath, welche die Titel "Paranoid", "Iron Man", "Changes", "Fairies wear Boots", War Pigs", "Never say die", Children of the Grave", "The Wizard", "Snowblind", Sweet Leaf", Evil Woman", "Sabbath bloody Sabbath" und "N.I.B." enthält. Man sollte also vor allem um der Musik willen hoffe, dass 2009 ein Jahr von Black Sabbath (ein Sabbath-Jahr - haha, Theologenwitz!) wird!

Andreas Matena


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