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Artikel

DIE SCHRÖDERS und PENSEN in Wuppertal

Info

Künstler: Die Schröders

Zeit: 15.03.2008

Ort: Live Club Barmen, Wuppertal

Fotograf: Mirko Krolik

Sehr gespannt war ich am 15.03.08, die Schröders endlich auch einmal live erleben zu können. Das Konzert fand in Wuppertal Barmen in einem kleinen, aber sehr gemütlichen Club statt. Nachdem wir etwa eine Stunde vor Konzertbeginn ein Interview mit den Schröders geführt und dort erfahren haben, dass es in Bielefeld lediglich 22 Konzertbesucher gab, waren wir gespannt, welches und wieviel Publikum im Live Club Barmen anzutreffen sein würde.

Noch vor dem Interview trafen wir vor dem Club drei nette Kollegen von konzert-junkies.de, die bereits die beiden Konzerte vor Wuppertal besucht hatten und ebenfalls auf ihrer Homepage davon berichteten.

Um kurz nach 21:00 Uhr geht es mit der Vorband, bzw. dem Vormusiker Pensen los. Pensen gehört ebenso wie Schröders-Sänger Burger zu der Gruppe Monsters of Liedermaching. Ich kannte Pensen vor seinem Auftritt nicht, aber seine Lieder "Angelala", "Nur drei Akkorde", das "Schlittschuh-Lied" und weitere gingen sofort ins Ohr und begeisterten das Publikum auf Anhieb.

Es war schon erstaunlich, was Pensen mit seiner selbsternannten "Bumm-Gitarre" alles anstellen konnte. Grund für diesen schönen Namen ist, dass er mit seinem Instrument nicht nur Gitarrist, sondern gleichzeitig Schlagzeuger sein kann. Unterhalb der Gitarrensaiten ist ein Touch-Pad eingebaut, das es ihm ermöglicht, beim Anschlagen der Saiten gleichzeitig verschiedene Schlagzeugsounds ertönen zu lassen. Der perfekte Einsatz von Gesang, Bumm-Gitarre und Hamburger Humor kam sogar so gut an, dass das Puklikum anschließend eine Zugabe gefordert hat, die es natürlich auch bekommen hat. Das war das erste Mal, dass ich auf einem Konzert erlebt habe, dass es bei der Vorband Zugabe-Rufe gibt!

Nach kurzer Umbaupause ging es dann auch endlich weiter mit den Schröders! Eröffnet wurde das Konzert mit meinem persönlichen Favoriten, dem Song "Scheißband" vom neuen Album Endlich 18. Burger gibt schon am Anfang alles und auch der Bewegungsdrang von Bassist O-Lee scheint grenzenlos, konnte aufgrund der relativ kleinen Bühne jedoch kaum ausgelebt werden.

Nach den ersten Songs bereiteten die Schröders das Publikum auf das Applaudieren nach den Songs vor. Nachdem der Jubel laut genug war ging's dann weiter mit vielen Songs aus dem neuen Album wie "Emily", "Schrei", "MoDiMi" und Klassikern aus den vorherigen Alben wie "Lass uns schmutzig Liebe machen", "Bayern hat verloren" (was an diesem Tag sogar der Wahrheit entsprach, Bayern unterlag Cottbus mit 0:2) und "Lindenstraße". Natürlich wurde auch der Song "Frösche" gespielt. Die Ansage des Songs lässt sich sinngemäß wie folgt wiedergeben: "Wir hatten vorhin ein Interview mit musikansich.de, da gab es unter anderem die Frage, ob es Songs von uns gibt, die wir nicht mehr leiden können. Der Folgende ist so einer!“

Auch ansonsten wurden zwischen den Tracks mal der ein oder andere Scherz gemacht. So kam es sogar zu Annäherungsversuchen seitens O-Lee an Burger, die dieser allerdings vehement abwehrte (O-Ton: "Verpiss dich, du Arsch!"). Die Akkustik im Club ließ leider zu wünschen übrig, dennoch waren Gesang und Performance von Burger und Co geradezu perfekt.

Das Publikum war zumindest in den vorderen Rängen textsicher, sang und tanzte mit. Leider ist der Funke aber nicht bis in die hinteren Ränge übergesprungen. Die Zugabe-Rufe waren dennoch laut genug und so spielten die Schröders als erste Zugabe "Mädchen wie wir". Auch eine gerissene Saite konnte Burger einen Song später nicht vom Spielen abhalten. Ich bin mir sicher, ich hätte es gar nicht gemerkt, wenn ich es nicht gesehen hätte. Für die zweite Zugabe waren die Gitarrensaiten dann auch wieder vollständig und es konnte weiter gerockt werden. Abschluss des wirklich geilen Konzertes war "Nie wieder Rock´n Roll".

Alles in allem kann man sagen, dass sich der lange Weg nach Wuppertal gelohnt hat. Ein klasse Konzert mit durchschnittlichem bis gutem Publikum und einer mittelmäßigen Akkustik.

Mirko Krolik


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