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Graspop Metal Meeting 2007

Die 8500 Einwohner zählende belgische "Metal-Metropole" Dessel lädt zum 12. Graspop Metal Meeting. Vom 22. bis 24. Juni kann der geneigte Besucher wie bereits in den vergangenen Jahren eine hochkarätige Mischung der verschiedensten Rock- und Metalrichtungen genießen. Headlinen werden das Festival dieses Jahr Aerosmith, Ozzy Osbourne und Iron Maiden, die bereits zum fünften Mal mit von der Partie sind. Aber auch der Rest des Billings lässt keine Wünsche offen:
Bei Bands von Blind Guardian und Hammerfall über Dimmu Borgir und Korn bis hin zu Slayer und Children of Bodom sollten für jeden Metalhead die passenden Vertreter dabei sein. Abgerundet wird das äußerst vielseitige Programm durch Within Temptation, Type O Negative und Papa Roach.

Mittlerweile hat sich das Graspop Metal Meeting als eines der größten Metal Festivals in Europa etabliert. Doch das war nicht immer so: Das erste Graspop fand bereits 1985 statt, damals noch gedacht als reines Pop Festival mit Headlinern wie Joe Cocker und den Simple Minds. Mit der Zeit wurde es jedoch immer schwieriger das Publikum nach Belgien zu locken. Als dann schließlich ´93 und ´94 die Töne mit Motörhead, Biohazard und Paradiese Lost härter wurden, entschied man sich 1995 aufgrund der durchweg positiven Resonanz das Festival von Grund auf umzukrempeln: Das Graspop Metal Meeting war geboren! Was damals mit ca. 10.000 Besuchern begann, erreichte 2006 mit schätzungsweise 80.000 Metalheadz seinen vorläufigen Höhepunkt - ein Wunder, dass dieses Festival in Deutschland so lange weitgehend unbeachtet blieb.

Das Ticket für alle drei Tage kostet 125 €, jedoch ohne zusätzliche versteckte Kosten, wie sie andere Festivals für z.B. Müll oder Camping erheben. Der Preis liegt somit in Anbetracht des Billings im europäischen Festivaldurchschnitt. Die Toilettennutzung (mit Spülung) ist kostenlos, zum Duschen wird ein kleiner Obolus fällig. Außergewöhnlich ist die Verwendung von Bons als Zahlungsmittel für Getränke und Essen. Was jedoch anfangs negativ erscheint entpuppt sich spätestens beim Bierholen als äußerst praktisch, da Wechselgeldwartezeiten entfallen und somit das kühle Blonde schneller die Kehle ölt. Leider ist es nicht möglich direkt am Zelt zu parken, so dass man auf dem Weg zum Zeltplatz erst mal etwas schleppen muss, aber ohne Arbeit kein Vergnügen. Angekommen erwartet den Beuscher die große Hauptbühne mit zwei Videoleinwänden sowie zwei riesige Zeltbühnen (nicht zu verwechseln mit diesen kleinen Minisaunen). Dazu gibt es noch den Metaldome, in dem der Underground gastiert, sowie kostenlose Handy-Ladestation, Internet und Sonnencreme, mit der man sich auf Wunsch von hübschen Damen (oder Herren) einreiben lassen kann. Genügend Fress- und Getränkebuden sowie einen Metalmarkt. Sound & Light auf dem Gelände waren in den letzten Jahren immer größtenteils tadellos und gehören zu dem besten, was ich je Open-Air erleben durfte.

Nur ca. 90 km von der deutschen Grenze entfernt ist das Festival im Nachbarland somit eine echte Alternative für alle, denen die Billings der deutschen Festivals nicht so ganz zusagen.

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Jens Kraenke


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