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ROMAN FISCHER und Band in concert

Info

Künstler: Roman Fischer

Zeit: 17.01.2005

Internet:
http://www.romanfischer-music.de
http://www.kellerdisco.de

(Nachtleben Frankfurt - 17.01.05)

Ein junger Mann huscht auf die Bühne, lächelt kurz, scheinbar schüchtern, ins Publikum, schnappt sich seine Gitarre und los geht's. Roman Fischer und Band in concert.

Roman Fischer ist 19, Bayer und musikalisch sowas, was sich wohl Singer-Songwriter nennt. Eine Stilrichtung, der mittlerweile dank Conor Oberst und Adam Green wieder neues Leben eingehaucht wird, und auch Roman Fischer gibt sein Bestes. Sein Debüt Bigger than now ist voll von schönen Liedern mit unkitschigen Herzschmerztexten.

Diese präsentiert er nun im Frankfurter Nachtleben, einer kleinen und gemütlichen Location im Herzen der Stadt, auf einer Bühne im Keller. Knapp 100 Leute mögen sich eingefunden haben um den noch eher unbekannten Sänger vom Blickpunkt-Pop-Label zu sehen, das während der Sportfreunde Stiller Touren mit Flyern und Postern für ihn die Werbetrommel gerührt hat.

Als Vorgruppe stehen Scut auf dem Programm. Eine Wiesbadener Gruppe, die ihre Musik selbst als Noise Pop bezeichnet. Sie kommen gut an beim Publikum, satte 50 Minuten dauert ihr Programm. Wohl wissend, dass Roman Fischer selbst nur etwa 50 Minuten auf der Bühne stehen wird. Dann kommt er.

Viel spielt er nicht von seiner Platte, dafür einige neue Stücke, die zeigen, dass er sich weiter entwickelt hat. Noch besser. Noch melodischer. Die Lieder erinnern an Muse, an Readymade. Bands, die Roman Fischer liebt. Lieder, die neugierig machen auf die neue Scheibe.

Neugierig schaut er nach seinen Liedern auf, ins Publikum, freut sich, dass sie zu gefallen wussten, bedankt sich, und konzentriert sich wieder auf die Musik. Noten lesen kann er nicht. Aber spielen. Gitarre. Keyboard. Schlagzeug und Bass beherrscht er auch, aber auf Tour hat er seine Band dabei. Zum ersten Mal in neuer Besetzung. Es klingt klasse.

Er verliert sich scheinbar in der Musik und das Publikum ebenso. Der Wunsch, das Konzert möge niemals enden wächst. Doch dann ist es vorbei. Zugaben. Vorbei. Ein kurzer Moment der Traurigkeit, da sein eigentlich bekanntester Song nicht gespielt wurde. Doch da kommt er nochmals auf die Bühne. Schnappt sich die Gitarre. Und spielt. "Vanish and fade away" in einer wunderbaren Akustikversion. Perfekt.

Im Sommer wird er auf dem Taubertal Festival spielen. Auf einer großen Bühne. Sie werden ihn feiern. Und wer weiß, wie lange man ihn noch in so kleinen Clubs wie dem Nachtleben sehen kann.

Martin Korbach


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