····· Das Morgen ist für The Fellow Traveller melancholisch-düster ····· Die deutsche Electro-Popper In good Faith sind auf dem Weg zu sich selbst ····· The Selecter und The Beat (feat. Ranking Roger) gehen 2018 gemeinsam auf Co-Headliner-Tour! ····· Beth Hart & Joe Bonamassa veröffentlichen ihr neues Album Black Coffee am 26. Januar! ····· Lokomotor – neue Single/ Video „Wir sind jetzt“ und Album Wir sind am 26.01.2018 ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Artikel

25 Years after - Mein Leben mit der CD; Folge 70: BAP - ...affrocke !!

Wieder einmal ist es der Ort des Kaufes, der den Ausschlag gab, welche der CDs, die ich im Januar 1992 gekauft habe, Objekt dieser Kolumne werden soll. Allerdings war BAPs zweite Live-CD ...affrocke !! neben dem Genesis Spätwerk We can’t dance auch eine der beiden damals aktuellen CDs. Der Rest war zum Teil gutklassiges Back-Katalog-Material.

Kaufort war der Independent Schallplattenladen Scheibenbeisser in Göttingen. Ebenso wie bei dem Stichwort „Bielefeld“, das uns im September die Kolumne zu Totos Turn back eingebracht hat, wusste ich sofort, warum ich damals in der südniedersächsischen Universitätsstadt war. Denn beide Orte und Termine hängen eng zusammen.

Der Besuch im September in Bielefeld war– wie berichtet – einer von mehreren Besuchen, bei den Mitgliedern der Prüfungsabteilung X, der ich mit weiteren sechs stud. Theol für die Erste Theologische Prüfung zugeteilt war. Zur Erklärung für Nicht-Theologen. Die Examensprüfung von Theologen kann sowohl an einer Uni, als auch bei einer Landeskirche abgelegt werden. Sie entspricht dem ersten Staatsexamen. 1991/92 gab es tatsächlich 11 Prüfungsabteilungen für knapp 80 Examenskandidaten allein bei der Hannoverschen Landeskirche. Heute träumt man von solchen Zahlen. Damals war es ein Albtraum (wäre es auch heute wieder). Etliche der erfolgreichen Prüflinge haben nie eine Anstellung als Pfarrer finden können. Wir waren einfach zu viele. Aber das ist eine Erfahrung, die die geburtenstarken Jahrgänge vom Anfang der 60er Jahre ihr Leben lang machen mussten.

Am 2.12.1991 hatte ich meine wissenschaftliche Hausarbeit zum Thema „Befreiung und Beanspruchung. Das Verhältnis von Exodustradition und göttlichem Gebot bei Hosea“ nebst einem Predigtentwurf zu 1. Joh 1, 1-4 beim Vorsitzenden der Prüfungsabteilung eingereicht.
Am 31. Januar folgten 7(!) mündliche Prüfungen an einem Tag in Hannover. Und dann standen noch drei Klausuren in den Fächern an, in denen die Hausarbeit nicht geschrieben worden ist – bei mir hieß das: Neues Testament, Dogmatik und Kirchengeschichte. Und die Klausuren wurden geschrieben .. ?
Richtig! In Göttingen – an drei aufeinanderfolgenden Tagen.

Ich hatte mich dazu in der nicht weit entfernt liegenden Burg Bodenstein einquartiert, einer Evangelischen Familienbildungsstätte (von der im Juni oder Juli noch einmal zu sprechen sein wird). Gleich den ersten Tag habe ich die Zeit nach der Klausur offenkundig für einen kleinen Stadtbummel genutzt, bei dem mir ...affrocke !! in die Hände gefallen ist.

Norbert von Fransecky


Zurück zur Artikelübersicht