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25 Years after - Mein Leben mit der CD; Folge 60: Queen - Innuendo

Es gibt kein schlechtes Queen-Album!
Das sage ich, obwohl ich kein Hardcore Queen-Fan bin. Aber ich muss zugeben, dass die Band um Freddie Mercury – im Gegensatz zu einigen Bands, die ich durchaus höher schätze – nie Müll abgeliefert hat – den Soundtrack zu Flash Gordon mal ausgeklammert.

Da ich nun aber kein Hardcore Queen-Fan bin, gibt es kaum ein Queen-Album, dass ich mir direkt nach dem Erscheinen gekauft habe – und selbst das wäre für diese Kolumne irrelevant, denn die meisten (besten!) Queen-Alben sind erschienen, lange bevor ich diese Kolumne 2011, 25 Jahre nach dem Kauf meines ersten CD-Spielers im April 1986, gestartet habe. Und da ich bei der Auswahl der CDs für diese Kolumne CDs, die zum Zeitpunkt des Kaufes aktuell waren, gegenüber Backkatalog-Käufen bevorzuge, bestand durchaus die Gefahr, dass die Briten in dieser Kolumne ganz hinten runter gefallen wären. Da kam mir Innuendo gerade recht. Denn dieses Album habe ich am 9. März 1991 nur knapp einen Monat nach seiner Veröffentlichung auf dem Flohmarkt in Hannover erworben. Hoch aktuell also!

Ansonsten hätte es in diesem Monat massive Konkurrenz gegeben. Ich hatte mir am 21. März endlich Pink Floyds The Wall als Japan-Pressung ins Regal gestellt; und bereits zu Beginn des Monats Genesis‘ A Trick of the Tail; bei oben bereits erwähnten Flohmarktbesuch neben der Queen-CD auch noch Udo Lindenbergs Klassiker Udopia und Uriah Heeps Innocent Victim, samt und sonders Alben, die ich bereits als LP besaß – und besitze(!).
Auch Geordies Hope you like it, Holly Johnsons Blast, das elegante Still loving you von Tom Robinson und das Helloween Live-Album Live in the U.K. hätte ich gerne hier besprochen. Cinderellas Long cold Winter verbot sich von selbst, da ich deren Album Heartbreak Station gerade zum Stichwortgeber meiner Januar-Kolumne gemacht hatte.

Es gibt kein schlechtes Queen-Album, ...
...aber Innuendo ist keins der Top-Album der Briten. Dennoch ist nicht nur als “Queen-Retter” eine gute Wahl. Viele Alben werden (oder wenn man das heutige Kaufverhalten berücksichtigt: wurden) gekauft, weil die Vorgänger gut waren. Man kann das bei vielen Bands beobachten. Die genialen Durchbruch-Alben haben solide Verkaufszahlen, aber erst der (nicht immer gleichwertige) Nachfolger geht durch die Decke.

Bei Queen lag das Durch-die-Decke-Gehen natürlich schon länger zurück, aber die ersten Plätze, die Innuendo in vielen nationalen Charts belegte, und der Verkauf von insgesamt fast 2 Millionen Einheiten sind natürlich nicht nur durch die Platte selbst, sondern auch durch den Ruf bewirkt worden, den sich die Band in den zurückliegenden Jahren erworben hatte.

Norbert von Fransecky


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