····· Joe Bonamassa auf Tour!  ····· P!NK: exklusive Karten für ProSieben-Konzert zu gewinnen ····· Aus Japan kommt wieder Loudness  ····· 12 aus 1000 stehen auf Marion Fiedlers neuem Album ····· Im versifften Proberaum entstehen die Kracher von Peoples Temper ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Artikel

„Joe ist wie alter Whisky. Er wird immer besser“ - die erste Joe Cocker-Biografie nach dessen Tod

Info

Autor: Christof Graf

Titel: Joe Cocker - Mit Gänsehaut durch die Jahrzehnte

Verlag: Hannibal Verlag

ISBN: 978-3-85445-475-5

Preis: € 19,99

256 Seiten

Internet:
http://www.christofgraf.de
http://www.hannibal-verlag.de

Es ist schon fast erschreckend, wie schnell das heute geht: am 22. Dezember 2014 stirbt Joe Cocker – zumindest für die Öffentlichkeit vielleicht überraschend – und im Februar 2015 steht bereits die dazu passende Biografie in den Läden... Im Falle von Christof Grafs Buch Mit Gänsehaut durch die Jahrzehnte sei diese Schnelligkeit aber mal entschuldigt, denn es handelt sich um ein bereits im Herbst 2014 veröffentlichtes Buch, welches nun aus diesem traurigen Anlass aktualisiert erscheint.

Dr. Christof Graf ist Professor für Medienwirtschaft & Management an der FH Diploma Nordhessen und Dozent für Marketing an der ASW Berufsakademie des Saarlandes. Darüber hinaus ist er seit vielen Jahren als Autor (Bücher u.a. über Leonard Cohen, Bob Dylan oder den Rolling Stones) und Fotograf aktiv. Er hat Joe Cocker mehrfach persönlich getroffen und ausführlich interviewt und dieses Buch zunächst noch zu dessen Lebzeiten veröffentlicht.

Joe Cocker - Mit Gänsehaut durch die Jahrzehnte ist eigentlich ein gut strukturiertes Buch geworden und erzählt den Lebensweg des Sängers recht detailliert und ist übersichtlich nach Jahrzehnten aufgebaut. Leider erzählt Christof Graf aber recht fanverliebt und versieht dem verhinderten Gasinstallateur allzu oft einen Heiligensch(r)ein: Fast jedes Album ist besser, überwältigender, spiritueller oder tiefgründiger als das vorhergehende; fast lesen sich die Albenbesprechungen wie eine Aneinanderreihung von Promotionstexten. Und der Privatperson Cocker kommen wir auch nur sehr vereinzelt nah, denn überwiegend geht es doch nur um die Veröffentlichungen, Preise und Konzerte des an Lungenkrebs verstorbenen Stars. Privates oder gar unterhaltsame Anekdoten sind eher selten zu finden.

Ansonsten ist das Buch über den begnadeten Interpreten von Fremdkompositionen aber durchaus gelungen. Der Fototeil ist für eine Biografie zwar etwas enttäuschend, aber die ausführliche Diskographie am Ende des Buches entschädigt einiges. Ein Buch von einem Fan für Fans – und für diese sicherlich lohnenswert.

Jürgen Weber


Zurück zur Artikelübersicht