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Ein Beatles-Museum für den Bücherschrank

Info

Autor: Brian Southall with Julian Lennon

Titel: Beatles Memorabilia – The Julian Lennon Collection (englisch)

Verlag: Edition Olms, 2010

ISBN: 978-3-283-011163-5

Preis: € 29,95

192 Seiten

Was ist ein Museum? Da stelle mer uns doch mal ganz dumm und sage so: Ein Museum ist ein mehr oder weniger großer Raum, in dem irgendwelche Gegenstände gelagert sind, und neben jedem dieser Gegenstände befindet sich ein kleines Schild, auf dem drauf steht, worum es sich bei dem jeweiligen Gegenstand handelt. Gelegentlich gibt etwas längere Texte mit Hintergrundinformationen oder zusammenfassende Texte zu mehreren Gegenständen.

Legt man diese Definition zu Grunde und legt den Begriff „Raum“ sehr großzügig aus, dann handelt es sich bei Beatles Memorabilia um ein tragbares Museum, das sich – natürlich – mit den Beatles beschäftigt. Der Untertitel The Julian Lennon Collection gibt einen weiteren Hinweis. Es handelt sich bei diesem Buch um so etwas wie einen Katalog zu Dingen, die Julian Lennon zusammengesammelt hat. Nicht ohne Stolz erklärt er wiederholt, dass es sich dabei nicht einfach nur um Gegenstände handelt, die ihm als Son John Lennons zugefallen sind, sondern im Wesentlichen um Dinge, die er im Laufe der Jahre „erjagt“ hat.

Wer nun eine auf John Lennon konzentrierte Publikation erwartet, wird – positiv oder negativ – enttäuscht. Natürlich steht der Vater im Mittelpunkt. Aber Lennon nennt sein Buch nicht zufällig Beatles Memorabilia. So sind hier auch Exponate aus dem Soloschaffen von Paul McCartney und den Wings zu finden.

Man findet in Beatles Memorabilia viel zu Erwartendes: goldene Schalplatten, Fotos, Gitarren, Poster, Briefe usw usf. Aber auch Besonderheiten. Zeichnungen zu dem Film Yellow Submarine, eine Armbandstanduhr, die an John Lennons Bett stand, eine Button-Press-Maschine, eine Kühlerfigur in Apfel-Form, eine Mini-Honda und und und.

Oft stehen nur ein paar dürre Worte neben dem Exponat. Immer wieder aber meldet sich Julian selbst zu Wort, öffnet seine Erinnerungen und erzählt, welche Bedeutung gerade dieses Stück für ihn hat.

Das Buch erspart den Besuch eines Beatles-Museums!

Norbert von Fransecky


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