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25 Years after - Mein Leben mit der CD; Folge 23: Cliff Richard - Alaways guaranteed

Alaways guaranteed ist eigentlich nicht die richtige Scheibe, um diese Kolumne zu beginnen. Aber sei’s drum. Das wovon ich hier spreche, ist schließlich der Grund, dass ich mich einem Pop-Künstler, dessen deutschsprachige Titel eindeutig im deutschen Schlager zu verorten sind, überhaupt genähert habe.

Cliff Richard gehört zu einer Gruppe von Rock- und Pop-Musikern, die zumindest in ihrer besonderen Eigenschaft im deutschsprachigen Raum kaum wahrgenommen werden. Während man in den USA in jedem Plattenladen ein gut gefülltes Regal mit christlicher Rock- und Pop-Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen findet, war man im deutschsprachigen Raum lange Jahre auf den Versand von Medienfirmen, in der Regel aus dem freikirchlichen Bereich angewiesen. Heute bietet das Internet natürlich andere Möglichkeiten – wenn man denn weiß, was man haben möchte.

Heute ist Cliff Richard ein mehr als etablierter elder statesman of Rock. Er wurde 1995 in England zum Ritter geschlagen. Mittlerweile hat dieses Schicksal auch andere Künstler ereilt, aber er war der erste. Die Auszeichnung erhielt er „jobfremd“ für seine Arbeit in wohltätigen Organisationen. Aber auch im eigenen Feld hält er den einen oder anderen Rekord – so den Besucher-Rekord in fast allen Konzerthallen Großbritanniens. Und als er 2006 mit der Single „21st Century Christmas“ auf Platz 2 der britischen Charts schoss, wurde er zum weltweit einzigen Künstler, der in sechs(!!) aufeinanderfolgenden Jahrzehnten Top-Ten-Hits hatte.

Dass dieser Weltstar, der sich auch im hohen Alter noch den Charme des ewigen Schwiegermuttertraums erhalten hat, zu Beginn seiner Karriere, vor allem in der Zeit als Gitarrist der Shadows, am Ruch des gefährlichen Lederjacken-Rockers zu tragen hatte (bzw. davon profitierte), ist kaum vorstellbar. Seine Plattenfirma soll sogar dagegen angegangen sein, als er ein Buch unter dem Titel Ein Christ im Showgeschäft veröffentlichen wollte, da das seinem „wilden“ Ruf abträglich sei.

Mit dem Cover des Lary Norman Song „Why should the Devil have all the good Music” gehörte Cliff Richard zu den Musikern, die mich auf eines meiner Sammelgebiete gestoßen hat – christliche Rock- und Pop-Musik. So ist letztlich er dafür mitverantwortlich, das man in den letzten Jahre in der MAS Reviews zu Scheiben von so unterschiedlichen Künstlern lesen konnte, wie den erdigen Rockern Third Day, dem Gospelsänger Kirk Franklin, dem Crossover Star Toby Mac, der australischen Death Metal Truppe Mortification, den Irish Punkern Eileen Q, der Ex-Boney M-Stimme Liz Mitchell oder dem Worship-Leiter Noel Richards.

Norbert von Fransecky


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