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Artikel

Toto versüßen den Sommer in Schwäbisch-Gmünd

Info

Künstler: Toto

Zeit: 05.08.2012

Ort: Schwäbisch-Gmünd - Universitätspark

Besucher: ca. 3.000

Internet:
http://www.toto99.com

Mittlerweile ist die Band Toto ohne den Ur-Sänger Bobby Kimball unterwegs. Sie haben sich die Dienste von Sänger Joe Williams gesichert, der bei den Alben Fahrenheit und The Seventh One den Leadgesang beigesteuert hat.

Als Vorband wurde Siggi Schwarz engagiert, ein musikalisches Original aus Heidenheim a.d. Brenz. Er hat bereits mit mehreren bekannten Größen aus der Rockszene wie Michael Schenker, Steve Lukather oder Chris Thompson Songs aufgenommen - die Namen sprechen für sich. Leider bekommen wir aufgrund einer Baustelle nur noch den Gary Moore-Song „Walking By Myself“ mit, der von dem Gmünder Publikum begeistert abgefeiert wird.

Rappelvoll ist das Festivalgelände nicht gerade. Insgesamt dürften so an die 3.000 Leute im Publikum sein. Um 20:30 Uhr dröhnt laute Musik aus den Boxen. Ein ziemlich basslastiges Intro kündigt die Band Toto an - die dann unter lautem Beifall des Publikums die Bretter von Schwäbisch Gmünd entern. Los geht’s mit „Only the Children“. Der Sound ist von Beginn an glasklar und sehr gut ausgesteuert. Sänger Joe Williams ist bei sehr guter Stimme, zu Beginn des Konzerts jedoch etwas zu leise eingestellt. Das ändert sich jedoch bereits nach ein paar Songs. Steve Lukather ist an diesem Abend bestens gelaunt und verzückt die Fans mit seinem unnachahmlichen Gitarrenspiel. Er widmet das komplette Konzert Ur-Schlagzeuger Jeff Porcaro, der auf den Tag genau vor 20 Jahren verstorben ist. Die beiden Keyboarder David Paich und der seit 2010 wieder zur Live-Besetzung gehörende Steve Porcaro spielen regelmäßig um die Wette und bereiten einen wundervollen Klangteppich, auf dem sich der Rest der Band nach Herzenslust austoben darf.

Bereits an vierter Stelle kommt einer ihrer größten Hits: „Rosanna“. Hier teilen sich Steve Lukather und Joe Williams den Gesang. David Paich ist definitiv der Spaßvogel der Band. Er dirigiert die Fans nach Lust und Laune und sieht mit seinem Zylinder und dem viel zu groß geratenen Anzug aus wie ein Paradiesvogel. Bei mehreren Songs übernimmt er Großteile des Gesangs. Und hier wird klar, warum er einen so hohen Stellenwert innerhalb der Band genießt. Wahnsinn, was für eine Stimme!

Für den optimalen Rhythmus sorgen Bassist Nathan East und der Wahnsinns-Schlagzeuger und Präzisions-Wunder Simon Phillips. Was der an den Dampfkesseln vollbringt ist wirklich unglaublich. Es macht einfach nur Spaß, diesen Schlagzeuger bei seiner „Arbeit“ zu beobachten. Überhaupt muss man sagen, dass die Band traumwandlerisch sicher zusammenspielt und man merkt allen Beteiligten an, dass sie mit Riesenspaß bei der Sache sind. Die Songs sind allesamt klasse. Ein besonderes Highlight ist das Michael Jackson-Cover „Human Nature“, bei dem auf der Studioversion mehrere Mitglieder von Toto mitgearbeitet haben. Vom Album The Seventh One werden insgesamt vier Songs gespielt. Langjährige Konzertgänger der Band freuen sich vor allem über die Abwechslung, die seit dem Sängerwechsel regelmäßig auf dem Programm steht.

Mit dem Paukenschlag „Hold The Line“, „Africa“ und dem schmissigen „Home Of The Brave“ geht das fantastische Konzert nach ca. 110 Minuten zu Ende. Das Gmünder Publikum feiert die Band enthusiastisch und das völlig zu Recht. Was Toto während des kompletten Konzerts geboten haben, ist aller Ehren Wert. Das nennt man „Altern in Würde“ und in dieser Form können Toto noch gerne Live-Konzerte geben.


Setliste:
Only the Children
Hydra
St. George and the Dragon
Rosanna
Lea
Could This Be Love
I Won't Hold You Back
We Can Make It Tonight
Pamela
Human Nature
Manuela Run
How Many Times
Carmen
Stop Loving You
Hold the Line
---
Africa
Home Of The Brave


Stefan Graßl


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